Dispositionskredit

Der Dispositionskredit wird bei den Konten von Privatpersonen eingeräumt. Diese Möglichkeit, sowie der Betrag liegen beim Ermessen der Bank. Die Möglichkeit, dass Banken ihren Kunden einen Dispositionskredit einräumen können, besteht seit 1968. Im Gegensatz zu einem Kontokorrentkredit, ist ein Dispositionskredit nicht frei verfügbar. Nur für bargeldlose Zahlungen, wie zum Beispiel eine Abbuchung oder eventuell auch eine Überweisung kann diese Möglichkeit genutzt werden. Eine Bezahlung mit einer Bankkarte ist allerdings nicht möglich, auch wenn dies als bargeldlos verstanden werden kann. Da die Rückzahlung dieses Kredites innerhalb von wenigen Tagen erfolgen kann, werden die Zinsen, die zwischen 13 und 20 Prozent liegen, pro Tag berechnet. Eine Nutzung, wie auch die Rückzahlung kann ohne vorherige Rücksprache mit dem Berater erfolgen.

 

Bedingungen für den Dispositionskredit

Wie hoch der Dispositionskredit von der Bank eingeräumt ist, kann in einem Schreiben von der Bank oder auf dem Kontoauszug nachgelesen werden. Den dort genannten Rahmen kann man zwar ausnützen, jedoch nicht überschreiten. Durch einen Dispositionskredit wird gewährleistet, dass Zahlungen getätigt werden können, auch wenn sich aktuell kein oder zu wenig Guthaben auf dem Girokonto befindet. Um überhaupt über einen Dispositionskredit verfügen zu können, müssen regelmäßige Zahlungseingänge auf dem entsprechenden Konto nachgewiesen werden können. Dabei muss es sich nicht zwangsläufig um einen Nettolohn handeln. Auch Unterhaltszahlungen und Renten werden dafür problemlos anerkannt. Nach der Höhe der Eingänge legt die Bank das Limit für den Dispositionskredit fest. Es ist meist nicht notwendig, dass weitere Sicherheiten vorzulegen sind. Die Bank erwartet, dass die Nutzung des Kredits jeweils nur von kurzer Dauer ist und sich nicht über einen längeren Zeitraum hält. Dies kann, wenn sich nicht zwischenzeitlich ein Guthaben auf dem Konto befindet, zur Streichung des Rahmens führen.

 

Dispositionskreditarten

Bei einem Dispositionskredit gibt es zwei Arten. Bei der gängigeren Variante wird von der Bank durch ein Schreiben oder durch die Kontoauszüge mitgeteilt, dass die Bank einen genannten Rahmen einräumt, der, wenn es benötigt wird, genutzt werden kann. Rechtlich gesehen handelt es sich um eine Willenserklärung, die bei Bedarf angenommen werden kann, aber nicht muss. Die Auszahlung erfolgt nach Abruf. Wird allerdings bei nicht ausreichend gedecktem Konto eine Zahlung eingereicht, die höher ist, kann die Bank diese Kreditanfrage anlehnen. Dies ist nur möglich, wenn kein Dispositionskredit eingeräumt wurde.